Pfannenrühren (Zubereitungstechnik) 

Pfannenrühren ist eine Zubereitungstechnik, die aus Asien stammt, wo man viel im Wok kocht. Man wendet sie an bei der Zubereitung sowohl von Fleisch, Gemüse als auch bei Fisch.

Die geschnittenen Zutaten werden bei großer Hitze unter ständigem Rühren in einem Wok (bzw. einer großen Pfanne) rasch gegart, will heißen in Öl gebraten. Bei unterschiedlicher Garzeit gibt man die Zutaten entsprechend nacheinander in den Wok.

Der Vorteil: Alles bleibt knackig, behält Farbe, Aroma und Nährstoffe und wird besonders schnell und gleichmäßig gar.

Tipp: Alle Zutaten sollten fertig vorbereitet und geschnitten sein, wenn man mit dem Braten beginnt.

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Kräuter einfrieren

Manchmal kaufe ich doch diese eingefrorenen Kräuter, weil sie praktisch sind und es nicht immer überall gute frische Kräuter gibt. Speziell im Winter bringt man Kräuter im Topf auch echt schlecht durch, weswegen sich die Investition nicht lohnt. Weil aber diese Tiefkühlkräuter gelegentlich so einen komischen Beigeschmack haben, friere ich Kräuter auch mal selbst ein, wenn ich ein gutes Angebot ergattere (wie neulich in unserem Asiamarkt).

Die gekauften Kräuter aussortieren, wenn weniger schöne Zweige dabei sind. Waschen und ganz ordentlich abtrocknen. In der gewünschten Feine schneiden/hacken und in einer sauberen, ausreichend großen Dose einfrieren.

Ich friere ein: Dill, Petersilie, Schnittlauch. Klappt aber sicher auch mit anderen Kräutern.

Tipp: Es lohnt sich am Freitag/Samstag zu schauen, weil dann oft die Kräuter billiger verkauft werden, die es nicht mehr gut über’s Wochenende schaffen würden.

Kresse

In der kalten Jahreszeit gibt es oft Suppe und zu Suppe passt Kresse als Garnitur hervorragend. Oft macht so ein bisschen Kresse einen riesen Unterschied im Geschmack!

Ich baue meine Kresse selbst an. Das geht ganz einfach und bedeutet so gut wie Null Aufwand.

Man braucht:
Kressesamen
1 Blatt Küchenrolle
1 alte/saubere Plastikeisdose (o.Ä.)

Die Küchenrolle so zusammenfalten, dass ein Rechteck in etwa der Größe einer Postkarte (DIN A6) entsteht. In den Deckel der Eisdose legen und mit Wasser befeuchten, sodass die Küchenrolle gut nass ist.

So viele Kressesamen auf der feuchten Kücherolle verteilen, dass alles gleichmäßig (aber nicht zu dicht) bedeckt ist.

Die Eisdose locker auf den Deckel stellen (so entsteht quasi ein Mini-Gewächshaus) und an einer warmen und hellen Stelle platzieren. Jeden Tag einmal zum Lüften den Deckel abheben und kurz Beiseite stellen sowie das „Beet“ mit etwas Wasser beträufeln. Man kann direkt mitverfolgen wie die Kresse wächst, so schnell geht das. Ab dem dritten Tag kann man die Eisdose weglassen.

Nach einigen Tagen (ca. 5-6) ist die Kresse dann verzehrfertig und kann mit einem scharfen Messer oder einer Schere geerntet werden.

Außerdem wird behauptet, dass Kresse sehr gesund und hilfreich für vieles ist:
Bereits die alten Ägypter, Griechen und Römer bauten Kresse an, und wussten über ihre gesundheitsfördernde Wirkung Bescheid. Sie wirkt harntreibend, darmreinigend und auch appetitanregend. Die Kresse enthält neben Vitamin C auch Kalzium, Folsäure, Magnesium, Jod, Phosphor, Vitamin B und Eisen. Die Kresse ist gerade im Winter eine sinnvolle Nahrungsergänzung, wenn es nicht viel frisches Obst und Gemüse gibt. Auf diese Weise kann sie den Körper vor Infektionskrankheiten schützen, indem sie das Immunsystem stärkt.

Durch den Genuss der Kresse kann man die Gesundheit des Körpers auf vielerlei Weise fördern. Durch den Gehalt an Senfölen werden die Harnwege desinfiziert und der Harnfluss angeregt. Darüberhinaus liefert uns die Kresse wertvolles Jod, das vor allem für die Schilddrüse unentbehrlich ist. Die wertvollen Inhaltsstoffe stärken die Abwehrkräfte und helfen bei Erschöpfungszuständen.

Also, immer her mit dem Zeug! Ich finde Kresse zwar in erster Linie wirklich lecker und esse sie deswegen, aber wenn (auch nur ein Teil von dem) stimmt, was hier oberhalb steht, dann soll mir das auch recht sein. 😉

„zur Rose abziehen“ 

Gelegentlich stolpert man in Rezepten (meist für Süßspeisen/Desserts) über den Ausdruck „zur Rose abziehen“. Es handelt sich hierbei um eine bestimmte Art der Bindung/Eindickung.

Im Wesentlichen kann man sich darunter Folgendes vorstellen:
Nämlich, dass man eine Eigelbmasse (evtl mit Flüssigkeit) über dem Wasserbad unter Rühren (mit Schneebesen) erhitzt, bis das Eigelb durch die Hitze anfängt zu gerinnen/eine Bindung auszubilden, aber ohne dabei zu Rührei zu werden.

Der Test:
Wenn man dann einen Kochlöffel in diese Masse taucht, ihn senkrecht mit der Rückseite oben hält und darauf bläst, sollte sich die Masse wellenförmig zum Löffelrand bewegen. Das sieht in etwa aus, wie eine Rosenblüte; daher der Name „zur Rose abziehen“.

Zimtzucker selbst gemacht 

Fertiger Zimtzucker im Handel ist wirklich über die Maßen teuer, derweil kann man ihn so leicht selbst machen!

Auf Lager:
100 g Zucker
1 Zimtstange
1 EL Zimt

In einem dicht verschließbaren Gefäß (Vorratsdose oder Marmeladenglas) alles ordentlich miteinander vermengen und fertig ist der Zimtzucker. Solange keine Feuchtigkeit reinkommt, ist er so gut wie ewig lagerbar.

Tipp: Wer nicht lagern möchte kann natürlich auch einfach entsprechend dem jeweiligen Bedarf eine Mischung anrühren. Faustregel: 3 EL Zucker brauchen ca. 1 TL Zimt.

Flüssigkeit mit Speisestärke binden 

Die Speisestärke in kaltem Wasser anrühren (Verhältnis 1 EL Stärke auf 3 EL Wasser) und vorsichtig nach und nach in die zu bindende Flüssigkeit geben und diese erhitzen/aufkochen lassen; dabei umrühren um die Stärke gleichmäßig zu verteilen.

Eine Mengenangabe, wie viel man braucht, ist schwierig, weil das stark von der Ausgangsflüssigkeit abhängt. Ein Richtwert ist: 30 g Stärke (= ca. 3 EL) binden ca. 500 ml Flüssigkeit.

Deshalb mein Tipp: Lieber langsam und in mehreren Schritten, weil das sonst schnell zu viel sein kann! Manchmal reicht schon ein TL Stärke.

Außerdem: Wenn es sich um eine milchige oder sahnige Flüssigkeit handelt, kann man auch kalte Milch zum anrühren der Stärke verwenden. Oder bei fruchtigen Flüssigkeiten auch kalte Fruchtsäfte. …

Hier zum Beispiel Blaukraut:

Maßeinheiten

EL             Esslöffel
TL             Teelöffel
l                 Liter
ml              Milliliter
cl               Centiliter (100 ml)
g                Gramm
kg              Kilogramm
B.               Becher (200g)
P.               Päckchen
Bd.             Bund
Msp.          Messerspitze