Apfelküchlein im Bierteig

Ich wollte für Luna’s BlogEvent auch noch unbedingt ein Eiweiß-Rezept einreichen. Apfelküchlein gehen doch eigentlich immer, oder? Und das mit dem Bier macht das ganz interessant.
Fertig gebackene Apfelkücherl

Für 4-5 mittelgroße Äpfel:
4-5 mittelgroße säuerliche Äpfel
2 EL Zucker
etwas Zitronensaft zum Beträufeln
1 Prise Salz
1 Ei
1/8 l Bier
125 g Mehl
1 Eiweiß
7-8 EL Butter
wahlweise Puderzucker/Zimtzucker

Die Äpfel fein abschälen und vorsichtig die Kerngehäuse entfernen; in ca. 1 cm dicke Ringe schneiden, mit Zitronensaft beträufeln und 2 EL Zucker darüberstreuen.

Für den Teig das „ganze“ Ei trennen und die beiden Eiweiß gemeinsam steif schlagen. In einer Rührschüssel Eigelb, die Prise Salz und Bier mit dem Mehl zu einem flüssigen Vorteig verrühren. Das steif geschlagene Eiweiß unterheben.

Eine Pfanne erhitzen und Butter hineingeben. Die Apfelringe durch den Teig ziehen und in der Butter protionsweise rundherum goldbraun braten.

Mit Zimt- oder Puderzucker bestreut servieren.

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Bratkartoffeln mit Ei auf Endiviensalat (als Hauptgericht)

Bratkartoffeln mit Ei auf Endiviensalat

Für 2-3 Portionen:
800 g Kartoffeln
1 Zwiebel
3 EL Olivenöl
1 EL Butter
2 Eier
1 TL Kümmel, ganz
1 kräftige Prise edelsüßes Paprikapulver
Salz/Pfeffer

1/2 Kopf Endiviensalat
1 Karotte
2 Frühlingszwiebeln
4-5 EL Weißweinessig
3 EL Olivenöl
1,5 TL Senf
3/4 TL Zucker
Salz/Pfeffer

Die Kartoffeln ordentlich waschen/bürsten und die unschönen Stellen wegschneiden. Die geputzten Kartoffeln in max. 5 mm dicke Scheiben schneiden und in Olivenöl + Butter für 15 Minuten in einer beschichteten (auf jeden Fall unklebrigen) Pfanne anbraten. Die Kartoffeln relativ häufig durchmischen, damit alle gleichmäßig garen; ansonsten Deckel drauf.

In der Zwischenzeit eine nicht zu kleine Zwiebel schälen und würfeln. Diese nach 15 Minuten Bratzeit mit in die Pfanne geben. Die Hitze etwas reduzieren und unter weiterem regelmäßigem Wenden 10-15 Minuten braten bis die Zwiebeln und Kartoffeln schön bräunen und zweitere gar sind.

Währenddessen den Salat zubereiten: Salat waschen und die Blätter in mundgerechte Stücke reißen. Die Karotte schälen und grob raspeln. Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden.
Für das Dressing 3-4 EL Weißweinessig und 4 EL Wasser mit Senf, Zucker, Salz und Pfeffer verrühren. Zuletzt das Olivenöl hinzufügen und das Dressing über den Salat geben. Endiviensalat muss ein bisschen durchziehen, deswegen kann das Dressing sofort drauf, so lange die Kartoffeln noch braten.

Wenn die Bratkartoffeln quasi fertig sind, diese mit Paprika, Kümmel, Salz und Pfeffer würzen. Nun die zwei Eier verrühren und ganz zuletzt über den Bratkartoffeln in der Pfanne verteilen, durchmischen und nur kurz stocken/leicht anbraten lassen.

Salat und Bratkartoffeln zusammen anrichten und genießen!

Tipp: Wem die Kartoffeln so zu fad (oder zu vegetarisch) sind, der kann natürlich noch Speck-/Schinkenwürfel gemeinsam mit den Zwiebeln in die Pfanne geben. Man kann natürlich auch bereits gekochte (kalte) Kartoffeln verwenden; dadurch reduziert sich die Zubereitungszeit immens, da gleich bei dem Arbeitsschritt begonnen werden kann, wenn die Zwiebeln mit in die Pfanne kommen.

Tonka-Eierlikör

Im Rahmen von Lunas Blogevent „Getrennte Wege“ verarbeite ich in diesem Rezept Eigelb zu Eierlikör. Ein Klassiker, ja, aber mit ein bisschen Pep durch eine Tonkabohnennote, die dem Ganzen einen neuen Turn gibt.

Tonka-Eierlikör

Für 200 ml Likör:
2 frische Eigelb
60 g Puderzucker
1 Msp. Vanillemark
1/4 Tonkabohne, gerieben (sonst mehr Vanille)
80 g Sahne
40 ml Wodka od. weißen Rum

Die Eigelbe, den Puderzucker, das Vanillemark und den Tonkabohnenabrieb in ein Rührgefäß geben und mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe 10 Minuten richtig ordentlich cremig schlagen.

Sahne hinzufügen und nochmals ca. 7 Minuten schlagen. Dann den Wodka/Rum zugeben und ein letztes Mal für weitere 3 Minuten rühren.

Den Eierlikör in ein sauberes Fläschen füllen und gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren, wenn man ihn nicht sofort verbraucht. Dort hält er sich für 3 Wochen.

Unbedingt die Zeit nehmen und wirklich alles ordentlich und lang mixen, sonst setzt sich der Eierlikör womöglich nachher ab!

Tipp: Passt zu Eis oder in Kuchen verbacken.

Die Menge lässt sich natürlich ohne weiteres einfach hochrechnen. Bloß sollen für das BlogEvent ja Rezepte gefunden werden, um übrige Ei-Teile zu verarbeiten, deswegen hier nur 2 Eigelb.

Überbackener Rotwein-Chicorée

Chicorée, Rotwein und geschmolzener Bergkäse. Muss ich mehr sagen?

Mit Bergkäse überbackener Rotwein-Chicorée

Für 2 Portionen:
2 Stück Chicorée
125 ml Rotwein
2-3 Zweige Rosmarin
1 TL Zucker
60 g würziger Bergkäse
1 EL Butter
Salz/Pfeffer

Ofen auf 150 °C vorheizen.

Den Chicorée vorbereiten: Unschöne Blätter außen abnehmen, waschen, den Strunk unten knapp abschneiden (so, dass die Blätter noch zusammegehalten werden) und längs halbieren. Den vorbereiteten Chicorée in einer ofenfesten Pfanne in der Butter rundherum für ca. 2 Minuten anschwitzen.

Rosmarin in der Pfanne verteilen und den Chicorée mit den Schnittseiten nach unten daraufsetzen. Zuckern, salzen und pfeffern sowie mit dem Rotwein aufgießen. 2-3 Minuten köcheln lassen, dann mit dem Bergkäse belegen und im vorgeheizten Ofen für 10-15 Minuten goldbraun überbacken.

Tipp: Dazu passt Fleisch, Pasta oder auch ein Salat.

Mohn-Streusel-Kuchen mit selbstgemachter Füllung (aus dem Blechkuchen-Backbuch auf Wanderschaft)

Die liebe Frau Fröhlich hatte die phänomenale Idee ein Backbuch auf Wanderschaft zu entsenden, sodass viele verschiedene Leute das Buch gemeinsam durchbacken, die Rezepte (im Buch sowie online) kommentieren und posten. Als zweite Teilnehmerin (nach Sabine von Das Leben der Muh) auf der Wanderroute hatte ich noch die große Auswahl (mitsamt der damit verbundenen Qual ;-)). Da ich erst kürzlich gemahlenen Mohn für mich neuentdeckt habe, entschied ich mich für den Mohn-Streusel-Kuchen; auch weil dieser kein jahreszeitlich bedingt fehlendes Obst verlangt. Und es wird nur ein Ei verwendet. Ich backe ganz gerne mal mit wenig Ei.
Leider ist der Kuchen unten etwas angebrannt. 😦 Er konnte aber gut gerettet werden und schmeckt nun nach Entfernung der leichten Kohleschicht am Boden phänomenal lecker! Ich mach den sicher mal wieder und möchte euch das Rezept deshalb nicht vorenthalten.

Mohn-Streusel-Kuchen

Für 1 Blech:
Mohnfüllung
375 ml Milch
100 g Zucker
Abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
1 TL Zimt
25 g Butter
250 g gemahlenen Mohn
50 g Speisestärke
1 Ei

Streusel
180 g weiche Butter
180 g Zucker
270 g Mehl
1 Prise Salz

Quark-Öl-Teig
160 g Magerquark
6 EL Milch
6 EL neutrales Öl
75 g Zucker
1 kräftige Prise Salz
300 g Mehl
1 P. Backpulver

Zunächst die Mohnfüllung starten: 300 ml der Milch, den Zucker, die Zitronenschale, den Zimt und die Butter in einem Topf aufkochen. Sofort den gemahlenen Mohn unterrühren und dann 10 Minuten mit Deckel drauf quellen lassen.
Die restlichen 75 ml Milch mit der Speisestärke glattrühren. Die gequollene Mohnmasse unter Rühren (Achtung, brennt leicht an!) aufkochen. Die aufgelöste Stärke einrühren, nochmals aufkochen lassen und den Topf vom Herd nehmen. Das Ei unterrühren und nun die Mohnmasse mit Frischhaltefolie bedeckt zum Auskühlen beiseite stellen.

Inzwischen die Streuselmasse zubereiten: Weiche Butter, Zucker, Mehl und Salz mit den Fingern zu Streuselmasse verkneten. In Folie gewickelt in den Kühlschrank legen.

Ein tiefes Backblech einfetten oder mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 200 °C vorheizen.

Quark, Milch, Öl, Zucker, Salz und zunächst 150 g Mehl zu einem (Vor-)Teig verrühren, bevor das übrige Mehl mit dem Backpulver vermischt untergeknetet wird.

Den Teig mit dem Nudelholz auf Größe des Bleches ausrollen; dabei einen kleinen Rand hochziehen. Die abgekühlte Mohnmasse gleichmäßig verteilen. Die Streuselmasse mit den Fingern grobe zerkrümeln und gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen.

Die Ofentemperatur auf 180°C reduzieren und den Ofen auf mittlerer Schiene* in ca. 45 Minuten goldbraun backen.

* Im Originalrezept steht untere Schiene, aber ich glaube das war der Grund für meinen angebrannten Kuchenboden.

Asiatisch inspirierter Chinkohlsalat

Sowas ähnliches hatte ich irgendwann bei einer von Jamie Olivers Shows gesehen und als heute der Chinakohl verbraucht werden wollte ist mir das wieder eingefallen und das ist dabei entstanden:

Asiatisch inspirierter Chinakohlsalat

Für 1 Schüssel:
1 kleiner Chinakohl (ca. 750 g)
1 große Karotte
6 Radieschen
3 Handvoll Sprossen (gemischt)
1/4 Salatgurke
1 Frühlingszwiebel
1/4 Bund Koriander
ein Stück Chilischote (ca. 1-2cm)
Saft von 1 Limette
2 EL weißer Balsamico
4 EL Reisessig
2 EL Walnussöl
2 EL Sesamöl
1,5 TL Zucker
Salz/Pfeffer

Chinakohl waschen und extra fein schneiden. Die Karotte schälen und grob raspeln. Radieschen waschen, putzen sowie in Scheiben und dann in Stiftchen schneiden. Die Salatgurke ebenfalls in Stiftchen schneiden. Sprossen waschen und zum Salat geben. Die Frühlingszwiebel putzen und in Ringe schneiden.

Koriander waschen und hacken. So viel von einer Chilischote (gehackt) hinzufügen wie man mag. Zucker, Salz und Pfeffer zum Salat geben. Nun alle flüssigen Komponenten (Limettensaft, Balsamico, Reisessig, Walnuss- und Sesamöl) zum Salat geben und diesen kräftig durchmischen; am besten einfach mit sauber gewaschenen Händen. Man darf da ruhig ein bisschen Gewalt anwenden, der Chinakohl braucht das.

Den Salat vor dem Verzehr mind. 15 Minuten durchziehen lassen.