Apfelküchlein im Bierteig

Ich wollte für Luna’s BlogEvent auch noch unbedingt ein Eiweiß-Rezept einreichen. Apfelküchlein gehen doch eigentlich immer, oder? Und das mit dem Bier macht das ganz interessant.
Fertig gebackene Apfelkücherl

Für 4-5 mittelgroße Äpfel:
4-5 mittelgroße säuerliche Äpfel
2 EL Zucker
etwas Zitronensaft zum Beträufeln
1 Prise Salz
1 Ei
1/8 l Bier
125 g Mehl
1 Eiweiß
7-8 EL Butter
wahlweise Puderzucker/Zimtzucker

Die Äpfel fein abschälen und vorsichtig die Kerngehäuse entfernen; in ca. 1 cm dicke Ringe schneiden, mit Zitronensaft beträufeln und 2 EL Zucker darüberstreuen.

Für den Teig das „ganze“ Ei trennen und die beiden Eiweiß gemeinsam steif schlagen. In einer Rührschüssel Eigelb, die Prise Salz und Bier mit dem Mehl zu einem flüssigen Vorteig verrühren. Das steif geschlagene Eiweiß unterheben.

Eine Pfanne erhitzen und Butter hineingeben. Die Apfelringe durch den Teig ziehen und in der Butter protionsweise rundherum goldbraun braten.

Mit Zimt- oder Puderzucker bestreut servieren.

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Porridge – das ideale Winterfrühstück

Mir ist jetzt morgens immer so kalt nach dem Aufstehen, dass ich das Bedürfnis nach einem warmen Frühstück verspüre. Es soll aber natürlich nicht zu deftig sein, sonst dürfte ich ja den Rest des Tages nichts mehr Essen. 😉 Meine Lösung: Porridge – warm, gesund, schnell gemacht und ziemlich fettarm.
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Für 1 Portion:
100 ml Wasser
1 Prise Salz
1/2 Apfel
1-2 EL Rosinen
75 ml Milch
5 EL Haferflocken (ca. 45 g)
1 TL Butter
1 EL Ahornsirup/Agavendicksaft

100 ml Wasser in einen Topf geben. Eine Prise Salz, einen halben geschälten und gewürfelten Apfel sowie die Rosinen hinzufügen und alles für ca. 4 Minuten köcheln lassen.

Dann die Milch und die Haferflocken hinzugeben und unter gelegentlichem Umrühren nochmals ca. 3 Minuten köcheln, sodass ein Brei entsteht.

In eine Schüssel geben und mit 1 TL Butter (schmilzt ganz wunderbar) und Ahornsirup garnieren. Lecker!

Rezept als PDF

Grundrezept Strudelteig (selber machen und ausziehen)

Strudelteig selber machen ist zu schwer? Man muss sich nur trauen, dann ist er vielleicht am Ende nicht perfekt, aber trotzdem selbstgemacht und lecker!

Extradünn ausgezogener Strudelteig
Für 2 Strudel (à ca. 8 Stück):
250 g Mehl
1 Ei
1 Prise Salz
2 EL Pflanzenöl
90 ml lauwarmes Wasser

Zunächst in einer Schüssel alle Zutaten vermengen bis eine Art Teig entsteht, der aber noch ziemlich unschön aussieht.

Dann geht es auf der Arbeitsfläche weiter: Den Teig aus der Schüssel nehmen und ordentlich für mindestens 5 Minuten durchkneten, bis der Teig glatt ist. Dafür richtig Kraft aufwenden, sodass man schon ins Schwitzen kommt. Es ist ordentlich „Schmackes“ gefragt!

Wenn der Teig die gewünschte Konsistenz erreicht hat, in Frischhaltefolie wickeln und an einem warmen Ort für 30 Minuten ruhen lassen.

In dieser Zeit kann die gewünschte Füllung zubereitet werden; diese kann sowohl pikant (Kohl, Gemüse,…) als auch süß (Äpfel, Nüsse, …) sein. Für beides ist der neutrale Teig geeignet. Die Menge sollte zwischen 1 und 1,5 kg liegen.

Wenn der Teig geruht hat, halbiert man ihn mit einem scharfen Messer und packt die eine Hälfte nochmal ein, während man sich um die erste kümmert: Zunächst sollte man ein ausreichen großes sauberes Geschirrtuch auf der Arbeitsfläche bereitslegen und ganz wenig mehlieren. Den Teig nochmal kurz durchkneten, bevor es richtig losgeht. Man legt ihn auf das Küchentuch und rollt ihn zunächst mit dem Nudelholz aus soweit möglich.

Wenn da nichts mehr geht, nimmt man den Teig und legt ihn sich über beide Hände und beginnt von der Mitte aus nach außen zu ziehen. Wenn der Teig eine kritische Stärke (Durchsichtigkeit) erreicht, legt man ihn vorsichtig auf dem Geschirrtuch ab und beginnt mit dem Feintuning: immer schön außen am Rand entlang ziehen, wo der Teig noch nicht „durchsichtig“ ist; aber immer nur ganz außen am Teig ziehen, sonst reißt er!

Wenn er trotzdem Löcher bekommt, dann stopft man die einfach nachher etwas unfein (siehe Bild oben). Bei dieser Gelegenheit kann man auch die womöglich etwas unregelmäßige Form mit einem scharfen Messer zurechtschneiden, wenn man möchte; dabei fallen in der Regel praktische „Löcherflicken“ ab.

Dasselbe passiert natürlich mit der zweiten Portion Teig.

Für den folgenden Part orientiert ihr euch am Besten am jeweiligen Strudelrezept:
Die Füllung verteilen und den Teig mit Hilfe des Geschirrtuchs nach und nach einrollen (Ränder einschlagen nicht vergessen). Mit Hilfe des Geschirrtuchs den Strudel in die gewünschte Backform transferieren, evtl. mit Ei/Sahne/Butter bestreichen und backen.

Tipp: Wer nur eine Hälfte Strudelteig braucht, der kann die zweite getrost einfrieren. Das klappt wunderbar. Vor dem Gebrauch dann einfach rechtzeitig herausholen und in Ruhe auftauen lassen.

Blechapfelkuchen aus Quarkrührteig

Wenn mal Äpfel weg müssen oder einfach ein Kuchen her! Durch den Quark wird der Teig supersaftig.

Für 1 Blech:
200 g weiche Butter
200 g Zucker
4 Eier
Vanille von 1 Schote
400 g Mehl
1 P. Backpulver
250 g Quark
8-10 Äpfel
4 EL Zimtzucker
1 TL Zimt

Den Ofen auf 175°C Unter-/Oberhitze vorheizen.

Butter, Zucker, Eier und Vanille mit dem Rührgerät gut verrühren, bis eine homogene Masse entsteht. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und nach und nach (jew. 1/3) in die Masse einrühren. Zuletzt den Quark unterrühren.

Die Äpfel schälen und achteln. In einer Schüssel mit 1 EL Zimtzucker und 1 TL Zimt vermengen.

Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und gleichmäßig verstreichen. Die gezuckerten Apfelspalten in regelmäßigen Abständen schräg in den Teig drücken. Nochmals mit 2-3 EL Zimtzucker bestreuen.

Den Kuchen für ca. 30 Minuten backen, bis der Zucker oben leicht karamellisiert (Stäbchentest). Dann den Ofen leicht öffnen, abdrehen und nochmals 10 Minuten im Ofen nachziehen lassen.

Tipp: Dieser Teig kann auch mit anderem Obst belegt werden, wie beispielsweise Pflaumen oder Kirschen (Kirschen aus dem Glas gut abtropfen lassen!).

Karotten-Apfel-Kompott mit Cranberries

Mal eine etwas andere Beilage. Passt besonders gut zu Geflügel, finde ich.

Für 4 Portionen:
750 g Karotten
500 g Äpfel (säuerliche Sorten passen am Besten)
4 EL Butter
Saft von 1 Orange
80 ml Wasser
2 EL Zucker
2 Zimtstangen (oder: 1/2 TL Zimt)
50 g Cranberries, getrocknet
Salz

Karotten schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Butter in einem Topf erhitzen und die Karotten darin andünsten. Orangensaft, Wasser, Zucker und den Zimt hinzufügen und für gut 10 Minuten mit Deckel auf mittlerer Stufe köcheln. Gelegentlich umrühren. Derweil die Äpfel ebenfalls schälen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Dann die Äpfel und Cranberries hinzufügen und für nochmals 5 Minuten weiterkochen. Falls Zimtstangen verwendet wurden, diese entfernen und alles nochmals mit wenig Salz abschmecken. Einen Teil des Kompotts zerstampfen/zerdrücken, um die Flüssigkeit etwas sämiger zu machen.

Tipp: Für Freunde des scharfen Essens kann man das Kompott auch noch mit ein bisschen Chili aufpeppen. Aber nicht zu viel, sonst wird der eigentliche Geschmack zu sehr überlagert!

Blaukraut

Es ist zu einfach es selbst zu machen, sodass der Verzehr von Tiefkühl- oder Dosenprodukten in diesem Fall beinah einer Sünde gleichkommt.

Für 5 Portionen als Beilage:

1/2 Kopf Blaukraut
1 Zwiebel
2 Äpfel
3 EL Pflanzenöl
300 ml Brühe (Instant)
1/4 l Rotwein
1 EL Zucker
4 EL Rotweinessig
3 EL Marmelade (Preisel- oder Johanisbeere)
1-2 TL Speisestärke
Salz/Pfeffer

Das Kraut in feine Streifen schneiden (entweder mit einem Hobel oder einem scharfen Messer). Die Zwiebel schälen und längs (nicht wie sonst quer) in Halbringe schneiden. Die Äpfel schälen und in Würfel schneiden.

Das Öl in einen großen Topf geben, wenn es heiß ist die Krautstreifen und Zwiebel darin für 5 Minuten andünsten. Den Zucker untermischen und alles mit dem Rotweinessig ablöschen, bevor auch der Wein und 2/3 der Brühe dazukommen. Apfelwürfel sowie Marmelade untermischen. Alles zusammen für 30-45 Minuten bei niedriger Hitze, mit Deckel drauf, köcheln und gelegentlich umrühren sowie bei Bedarf noch die übrige Brühe hinzufügen.

Wenn das Kraut weich ist, aber noch ein bisschen Biss hat, alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit der Speisestärke binden; erstmal nur die Hälfte der angerührten Stärke hineingeben und dann schauen, ob das nicht schon reicht. Das ganze sollte eine sämige Konsistenz erhalten.

Zubereitungszeit: ca. 1,5 h

Tipp: Eigentlich schmeckt es beim zweiten Mal Aufwärmen noch besser, deswegen kann man es super schon vorher zubereiten – auch am Tag zuvor – und dann einfach vor dem Servieren erhitzen.

Brathuhn alla suocera

Das Rezept meiner Schwiegermutter (it. suocera) in spe. Wirklich lecker!

Für 4 Portionen:

1 Huhn (ca. 1,5 kg ohne Innereien)
Saft von 1/2 Zitrone
Salz/Pfeffer
2 Äpfel
250 ml Hühner-/Gemüsebrühe (Instant)
2 EL Butter
12-14 mittlere Kartoffeln

Den Backofen auf 160°C (Ober-/Unterhitze + Umluft) vorheizen. Das Huhn mit Wasser waschen und abtrocknen. Mit dem Zitronensaft rundherum schön einreiben und mit Salz und Pfeffer würzen. Den Äpfeln das Kerngehäuse entfernen und sie vierteln.

Brühe und Äpfel in eine Bratreine geben und das Huhn mit der Brustseite nach unten darauf platzieren. Butterflocken aus 1 EL Butter auf dem Huhn verteilen und es für 30 Minuten auf der unteren Schiene braten. Derweil die Kartoffeln mit einer Bürste sauber putzen und unschöne Stellen herausschneiden, sodass man die Schale mitessen kann.

Nach 30 Minuten die Reine kurz herausnehmen, das Huhn umdrehen (Brustseite nach oben) und noch 1 EL Butterflocken darauf verteilen. Die geputzten Kartoffeln unter das Huhn in die Bratreine geben. Alles für weitere 30 Minuten in den Ofen geben, wobei nach 15 Minuten die Temperatur auf 180°C erhöht werden sollte, damit das Hühnchen knusprig wird.

Vor dem Servieren die Soße nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken und bei Bedarf (ist eine Geschmacksfrage) mit wenig Stärke binden.

Dazu passt hervorragend Blaukraut als Beilage.

Tipp: Das Hühnchen ist gar, wenn nur noch klare Flüssigkeit austritt, wenn man die Keule anpickst.