Kräuter einfrieren

Manchmal kaufe ich doch diese eingefrorenen Kräuter, weil sie praktisch sind und es nicht immer überall gute frische Kräuter gibt. Speziell im Winter bringt man Kräuter im Topf auch echt schlecht durch, weswegen sich die Investition nicht lohnt. Weil aber diese Tiefkühlkräuter gelegentlich so einen komischen Beigeschmack haben, friere ich Kräuter auch mal selbst ein, wenn ich ein gutes Angebot ergattere (wie neulich in unserem Asiamarkt).

Die gekauften Kräuter aussortieren, wenn weniger schöne Zweige dabei sind. Waschen und ganz ordentlich abtrocknen. In der gewünschten Feine schneiden/hacken und in einer sauberen, ausreichend großen Dose einfrieren.

Ich friere ein: Dill, Petersilie, Schnittlauch. Klappt aber sicher auch mit anderen Kräutern.

Tipp: Es lohnt sich am Freitag/Samstag zu schauen, weil dann oft die Kräuter billiger verkauft werden, die es nicht mehr gut über’s Wochenende schaffen würden.

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Kresse

In der kalten Jahreszeit gibt es oft Suppe und zu Suppe passt Kresse als Garnitur hervorragend. Oft macht so ein bisschen Kresse einen riesen Unterschied im Geschmack!

Ich baue meine Kresse selbst an. Das geht ganz einfach und bedeutet so gut wie Null Aufwand.

Man braucht:
Kressesamen
1 Blatt Küchenrolle
1 alte/saubere Plastikeisdose (o.Ä.)

Die Küchenrolle so zusammenfalten, dass ein Rechteck in etwa der Größe einer Postkarte (DIN A6) entsteht. In den Deckel der Eisdose legen und mit Wasser befeuchten, sodass die Küchenrolle gut nass ist.

So viele Kressesamen auf der feuchten Kücherolle verteilen, dass alles gleichmäßig (aber nicht zu dicht) bedeckt ist.

Die Eisdose locker auf den Deckel stellen (so entsteht quasi ein Mini-Gewächshaus) und an einer warmen und hellen Stelle platzieren. Jeden Tag einmal zum Lüften den Deckel abheben und kurz Beiseite stellen sowie das „Beet“ mit etwas Wasser beträufeln. Man kann direkt mitverfolgen wie die Kresse wächst, so schnell geht das. Ab dem dritten Tag kann man die Eisdose weglassen.

Nach einigen Tagen (ca. 5-6) ist die Kresse dann verzehrfertig und kann mit einem scharfen Messer oder einer Schere geerntet werden.

Außerdem wird behauptet, dass Kresse sehr gesund und hilfreich für vieles ist:
Bereits die alten Ägypter, Griechen und Römer bauten Kresse an, und wussten über ihre gesundheitsfördernde Wirkung Bescheid. Sie wirkt harntreibend, darmreinigend und auch appetitanregend. Die Kresse enthält neben Vitamin C auch Kalzium, Folsäure, Magnesium, Jod, Phosphor, Vitamin B und Eisen. Die Kresse ist gerade im Winter eine sinnvolle Nahrungsergänzung, wenn es nicht viel frisches Obst und Gemüse gibt. Auf diese Weise kann sie den Körper vor Infektionskrankheiten schützen, indem sie das Immunsystem stärkt.

Durch den Genuss der Kresse kann man die Gesundheit des Körpers auf vielerlei Weise fördern. Durch den Gehalt an Senfölen werden die Harnwege desinfiziert und der Harnfluss angeregt. Darüberhinaus liefert uns die Kresse wertvolles Jod, das vor allem für die Schilddrüse unentbehrlich ist. Die wertvollen Inhaltsstoffe stärken die Abwehrkräfte und helfen bei Erschöpfungszuständen.

Also, immer her mit dem Zeug! Ich finde Kresse zwar in erster Linie wirklich lecker und esse sie deswegen, aber wenn (auch nur ein Teil von dem) stimmt, was hier oberhalb steht, dann soll mir das auch recht sein. 😉

Linsen 

Der Linsenstrauch ist eine der ältesten Kulturpflanzen des Menschen. Seine nährstoffreichen Samen sind Basis vieler Gerichte aus Frankreich, Italien, Spanien, Russland oder dem Orient.

Linsen sind leichter verdaulich als andere Hülsenfrüchte, wie Erbsen oder Bohnen, und haben einen sehr hohen Eiweißanteil von ca. 25–30 % in der Trockenmasse, wodurch sie besonders bei zeitweiligem Fasten oder bei vegetarischer Ernährung ein wertvolles und zugleich preiswertes Nahrungsmittel darstellen. Bemerkenswert ist ihr überdurchschnittlich hoher Gehalt an Zink, welches eine zentrale Rolle im Stoffwechsel spielt. Da sie kleiner sind als andere Hülsenfrüchte, brauchen sie auch weniger Einweich- und Kochzeit; dies variiert je nach Sorte.

Grüne Linsen (Tellerlinsen)
Ungeschält. Sie behalten beim Kochen die Form. Sie müssen über Nacht in Wasser eingeweicht werden und sollten mindestens 40-45 Minuten köcheln.
Alternativ gibt es sie auch schon gekocht in Konserven zu kaufen, falls es mal schneller gehen soll.

Gelbe Linsen
Da sie geschält ist, ist diese Sorte leichter Verdaulich. Einweichen ist nicht nötig. Die Kochzeit beträgt etwa 20 Minuten.

Rote Linsen
Eine geschälte Sorte; daher ist einweichen unnötig. Sie sind in 15-20 Minuten gar gekocht, zerfallen aber leicht. Werden beim  Kochen weich und breiig. Diese Sorte ist vor allem in Indien, Ägypten und der Türkei beliebt.

Berglinsen
Braune Berglinsen haben eine feste braun- oder graugrüne Schale und haben einen sehr kräftigen Geschmack. Sie sollten über Nacht in Wasser eingeweicht werden und kochen dann ca. 40-45 Minuten.

Beluga-Linsen
Sie sind schwarz, bleiben beim Kochen bissfest, zerfallen nicht so leicht und sehen ähnlich aus wie Belugakaviar (daher der Name). Sie eignen sich deshalb ideal für Salate oder als Beilage. Diese Sorte hat eine Kochzeit von 20-25 Minuten.

Puy-Linsen
Eine spezielle Sorte grüne Linsen (auch französische Linsen genannt), die ursprünglich aus den vulkanischen Böden um Le Puy in Frankreich stammt. Sie muss zuvor nicht eingeweicht werden und hat eine Kochzeit von 20-25 Minuten.

Hinweis: Für Linsen niemals das Kochwasser salzen! Das Salz sollte erst hinzugefügt werden, wenn die Linsen bereits gar sind, da sie sonst nicht weich werden.

Warenkunde: Paprikapulver 

Bei Paprikapulver muss man im Wesentlichen drei Sorten unterscheiden:

Edelsüßes Paprikapulver:
Das ist das, was man landläufig unter Paprikapulver versteht, wenn man es nicht genauer spezifiziert. Es ist minimal scharf und färbt relativ stark rot.

Rosenpaprika:
Diese Sorte Paprikapulver ist sehr scharf und färbt dafür deutlich weniger. Rosenpaprika findet vor allem in der ungarischen Küche Anwendung. Die Schärfe kommt daher, dass bei der Herstellung des Pulvers die ganze Gewürzpaprikafrucht vermahlen wird, während bei edelsüßem Paprikapulver die inneren weißen Scheidewände und die Kerne nur teilweise mitgemahlen werden.

Delikatess-Paprikapulver:
Die Spezifizierung „Delikatess“ meint hier die höchste Qualitätsstufe. In diesem Fall wird das Pulver ganz ohne Scheidewände und Kerne hergestellt und hat deshalb einen milden, süßlich-fruchtigen Geschmack. Es färbt die Speisen hellrot.

Tipp zur Verarbeitung: Vorsicht bei der Anwendung in heißen Speisen: Es schmeckt besser, wenn man das Pulver am Anfang mit anschwitzt, aber man muss stark aufpassen, dass es dann nicht bitter wird. Also immer nur sehr kurz erhitzen, bevor man es mit Flüssigkeit aufgießt.